Finchpot Singers

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1997 - 2017: Die Finchpot Singers feiern 20jähriges Jubiläum!

 

Männer gesucht!!

 

Zur Verstärkung von Bass und Tenor suchen wir noch Männer. Bei Interesse bitte einfach zu einer unserer nächsten Proben am Montag um 19:30h in die Finkenkruger Kirche kommen. Wir würden uns freuen! 

Finchpot Singers
Finchpot Singers

Gospels & Spirituals

 

 

Im 18./19. Jahrhundert wurden circa 10 Millionen Schwarze aus Afrika nach Nordamerika verschleppt und mussten dort als Sklaven unter härtesten Bedingungen in den Plantagen arbeiten. In ihrer Unterdrückung und Not blieb ihnen als Ausdrucksmittel allein die Musik, um ihre Gefühle mitzuteilen.

 

Den Plantagenbesitzern war der Gesang in afrikanischer Sprache jedoch nicht geheuer, sie waren besorgt, dass die Schwarzen sich verbünden und Fluchtpläne schmieden würden. Also verboten sie dieses Singen und zwangen die Schwarzen, Texte aus dem Alten Testament zu verwenden. Da auch das Trommeln als heidnisch angesehen wurde, begleiteten die Sklaven die Psalme durch Klatschen und Stampfen. So entstand das Spiritual.

 

Die Bibeltexte wurden aber nicht einfach übernommen, sondern in Bezug zur Situation der Sklaven gesetzt. So entstand eine Art Ambivalenz der Texte, das Gelobte Land wurde Kanada, und der Jordan ein Synonym für den Mississipi. Die Reise über den Jordan bedeutete damit die Flucht in die Freiheit.

 

Spirituals waren vor allem mündlich überliefert. Aus diesem Grund findet man in vielen Liedern ähnliche Textzeilen. Nach Ende des Bürgerkrieges und Abschaffung der Sklaverei um 1870 entwickelten sich die Gospels. Hier kennt man die Komponisten, sie haben im Gegensatz zu den Spirituals zumeist Instrumentalbegleitung und die Entwicklung der Musik verläuft in etwa Parallel zur Entstehung des Blues. Hat letzterer eher Texte weltlichen Inhalts, so sind die Texte des Gospels immer christlich. Gerade dies verleiht den Liedern in Verbindung mit den mitreissenden Rhythmen ihre Kraft und Zuversicht und stösst auch heutzutage in immer mehr Ländern auf eine wachsende Begeisterung und Anhängerschar.

 

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© Claudia Finke-Jabs